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Katholische Kirchengemeinde
Sankt Bartholomäus Hirzenach

Aktuelle Informationen aus unserer Gemeinde

20.05.2020: Bergpredigt - In Erinnerung an Pater Köster | Details

Bergpredigt – mal anders verstanden:

•    Gesunde in die Pflicht nehmen
•    Magersüchtigen Lebensfreude schenken
•    Kranken und Schwachen das Kreuz tragen helfen
•    Verzweifelte in Hoffnung versetzen
•    Sterbende begleiten
•    Alleinerziehende nicht allein lassen
•    Geschiedene nicht ausladen
•    Andersdenkende nicht isolieren
•    Scheinheilige beim Wort nehmen
•    Traurige trösten
•    Langweilige zum Tanzen und Lachen bringen
•    Reichen das Teilen beibringen
•    Kindern Erfahrungen der Erwachsenen vermitteln
•    Jugendlichen nicht selbstgerecht erscheinen
•    Männer aus dem Kirchenschlaf wecken
•    Väter auf ihre Kinder verpflichten
•    Gestresste nicht so wichtig nehmen
•    Fremde und Hinzugezogene ernst nehmen
•    Gott entdecken – dessen Spuren überall zu finden sind

Es sind nicht nur die Propsteigärten und Straßenlaternen, die ein Dorf (eine Gemeinde) schöner und „attraktiver“ werden lassen. Es sind die Bewohner mit ihrer gelebten Bergpredigt.

In Erinnerung an Pater Köster +++

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16.04.2020: Gedanken zu unserem Leben in der Corona Pandemie | Details

Gedanken zu unserem Leben in der Corona Pandemie

Corona Pandemie hat unsere Lebenswelt verändert. Wir lebten so haben es
sicher sehr viele, die meisten?, in einer Welt, in der alle für uns erreichbar
und machbar erschien. Corona kam und hat Stopp gesagt. Vieles was normal für uns war ist momentan für uns unerreichbar, ganz einfach in ein Geschäft zu gehen und uns einen Wunsch erfüllen, der Bäcker hat zu, der Fleischer nur bestimmte Stunden an bestimmten Tagen auf. Das Verlassen des Hauses in bestimmten Bezirken nicht erlaubt. An Ostern den Gottesdienst in der Kirche nicht besuchen, ein Unding.

Wir werden auf das Wesentliche aufmerksam. Nächstenliebe, nicht verordnet ist plötzlich lebendig. Ein Anruf z.B. „Ich gehe für Sie einkaufen, machen Sie mir eine Liste!“ Ein freundlicher, liebenswürdiger Mensch aus dem Nachbardorf, einfach so, macht dieses Angebot und kommt und führt es durch, nicht nur einmal, sondern wann immer es nötig ist. Einige Dankbriefe, die mich sehr erstaunen, aber auch sehr erfreuen, bekomme ich. Ich erhalte eine Karte und der Schreiber erklärt mir jetzt sei nicht die Zeit einander unversöhnlich zu begegnen oder aneinander im Groll zu denken. 2018 habe ich ihn beleidigt und er hat jetzt darüber nachgedacht und mir verziehen. Ich wusste nicht was ich damals Beleidigendes gesagt habe, aber es hat mich erschreckt, dass ich offensichtlich doch recht gedankenlos was gesagt habe, das den anderen verletzt hat. Ich nehme mir vorsichtiger und bedachter zu reagieren, was für mich nicht leicht ist, weil ich oft sehr impulsiv reagiere.

Ich bekomme einen besorgten Anruf aus Thailand, wie es mir geht, von einer Frau, der SOLWODI vor etwa 20 Jahren geholfen hat. Ich bin gerührt und höre, dass es ihr gut geht. Auch aus Afrika kommt eine Nachfrage. Die Welt ist klein und das macht uns ein Virus bewusst. Daraus können wir lernen besser miteinander umzugehen.

Am meisten hat mir an den Kartagen und Ostern die Liturgie der Gottesdienst gefehlt. Aber es hat mich auch nachdenklich gemacht. Ich gehe in die Kirche werde mitgenommen von der Liturgie, aber begebe ich mich so sehr in das Geschehen und lass ich mich so sehr davon betreffen, als wenn ich mich im Alleingang auf den Weg mache. Es kann dann sogar helfen vertieft die Tage zu erleben, trotzdem hat mir der Gottesdienst sehr gefehlt. Corona und die Erfahrung wachgerüttelt, auf sich selbst gestellt zu sein. In meinem Gebet bitte ich, dass die Erfahrung reicht und verspreche in Zukunft achtsam zu sein.

Sr. Lea Ackermann

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